Mofair begrüßt finanzielle Stärkung des Verkehrs auf der Schiene durch den Bund

Finanzielle Mittel sollten aber dem System Schiene insgesamt zu Gute kommen und nicht nur einem einzigen Unternehmen!
Berlin (23. September 2016):

Mofair begrüßt, dass der Bund sich finanziell stärker für den Verkehrsträger Schiene engagieren möchte. Die gestrige Ankündigung des Bundes, die jährliche Dividendenabführung der Deutschen Bahn AG an ihren Eigentümer um jährlich 350 Mio. Euro bis 2020 zu senken und gleichzeitig das Eigenkapital um 1 Mrd. Euro zu erhöhen, ist jedoch nicht die richtige Maßnahme. „Besser wäre es, das Geld dem System Schiene insgesamt zukommen zu lassen, nicht einem einzelnen Unternehmen. Zudem sollte klar gesagt werden, wofür es verwendet werden soll“, regt Stephan Krenz, mofair-Vorsitzender, an.

Mofair setzt sich für faire Wettbewerbsbedingungen auf der Schiene ein. Dazu passt es nicht, wenn nur ein Unternehmen finanzielle Unterstützung erhält. Die angekündigten insgesamt 2,4 Mrd. Euro könnten, wenn sie zum Beispiel für die weitere Verbesserung der Schieneninfrastruktur und ein verbessertes Baustellenmanagement verwendet würden, viel Positives bewirken. So würde die Schiene gegenüber anderen, deutlich klimaschädlicheren Verkehrsträgern gestärkt. Auch eine Senkung der Trassenpreise wäre machbar, die – richtig ausgestaltet – allen Verkehrsarten auf der Schiene helfen würde, Personennah-und Personenfernverkehr sowie Güterverkehr.