Streiks nicht auf Kosten der Fahrgäste der Wettbewerbsbahnen austragen!

Heinemann: EVG und DB sollen ihre Aktionen beschränken

Berlin (10. Dezember 2018):

„Arbeitskämpfe sind legitim. Aber wenn sich EVG und Deutsche Bahn eine Auseinandersetzung liefern, müssen sie ihre Maßnahmen auf Bereiche beschränken, die nur sie beide betreffen,“ fordert Tobias Heinemann, CEO des mofair-Mitglieds Transdev. „Die Wettbewerbsbahnen haben gültige Tarifverträge. Dass unsere Fahrgäste und unsere Unternehmen jetzt zu Kollateralschäden der Auseinandersetzung von EVG und Deutscher Bahn werden, ist nicht akzeptabel.“

Am Wochenende hatte die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) die laufenden Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn AG abgebrochen und für den Montagvormittag zwischen 5 und 9 Uhr bundesweite Warnstreiks angekündigt.

Da in der EVG vor allem auch Beschäftigte der Infrastrukturunternehmen der Deutschen Bahn (Gleisnetz, Stationen und Bahnstromversorgung) organisiert sind, werden u.a. Betriebszentralen bestreikt. Ohne Fahrdienstleiter aber können gar keine Züge fahren, auch keine Züge der Wettbewerbsbahnen, die mit der aktuellen Tarifauseinandersetzung nichts zu tun haben.

Die EVG hatte es zudem weitgehend offengelassen, wo genau Schwerpunkte des Streikgeschehens sein würden. So war es für alle Eisenbahnverkehrsunternehmen nur sehr schwer möglich, ihren Fahrgästen vorab genauere Informationen zu geben, welche Züge voraussichtlich fahren würden und welche nicht.

„Unsere Triebfahrzeugführer und Zugbegleiter sind heute Morgen zur Arbeit erschienen, können aber nicht fahren“, stellt Tobias Heinemann klar, „Wir können keine Fahrgäste von A nach B bringen, weil buchstäblich die Weichen nicht gestellt werden.“ Die Beschäftigten der Wettbewerbsbahnen bekommen nun vielerorts den verständlichen Unmut der Fahrgäste ab. Hinzu komme, dass die Wettbewerbsbahnen für Züge, die wegen eines Streiks bei anderen Unternehmen nicht fahren können, kein Leistungsentgelt des Aufgabenträgers erhalten. „Die anderen streiten sich, und wir müssen es ausbaden. Das kann so nicht bleiben. Wenn die DB und die EVG eine laufende Tarifauseinandersetzung haben, dann erwarten wir, dass sich diese auf die Verkehrsmittel der DB beschränkt,“ so Heinemann abschließend.

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